So ist ein Tennenplatz aufgebaut
Oben liegt die Deckschicht aus Ziegelmehl, das Spielgefühl und Ballabsprung bestimmt. Darunter folgen die wasserdurchlässige dynamische Schicht, die Tragschicht, das Planum und die Entwässerung. Die Anforderungen an Tennenflächen regelt die DIN 18035-5. Jede Schicht hat eine Aufgabe, und ein Fehler in einer Schicht zeigt sich oft erst an der Oberfläche.
Häufige Probleme auf Sandplätzen
- Pfützen und lange Abtrockenzeiten durch verdichtete oder zu dicke Deckschichten
- Platz staubt oder wird schnell hart, weil die Deckschicht Wasser schlecht bindet
- Moos und Algen in schattigen oder dauerfeuchten Bereichen
- Senken und Wellen durch Setzungen im Unterbau
- Frostschäden und angehobene Linienbänder nach dem Winter
- Schäden an Randeinfassungen und Übergängen
Frühjahrsinstandsetzung und Pflege
Viele Schäden entstehen nicht beim Bau, sondern bei der jährlichen Instandsetzung: zu viel oder ungeeignetes Material, unzureichendes Walzen, falsche Bewässerung. Zwischen Verein und Firma ist dann oft strittig, ob ein Bau- oder ein Pflegefehler vorliegt. Genau diese Abgrenzung ist Kern des Gutachtens.
Untersuchungen vor Ort
- Probeöffnungen zur Bestimmung von Schichtaufbau und Schichtdicken
- Materialproben, bei Bedarf mit Laboruntersuchung der Körnung
- Prüfung der Wasserdurchlässigkeit und der Entwässerung
- Ebenheitsmessung mit der Richtlatte, Gefällemessung mit dem Nivelliergerät
Häufige Fragen
Unser Platz hat nach Regen stundenlang Pfützen. Ist das ein Mangel?
Das kann ein Baumangel sein, etwa eine verdichtete dynamische Schicht oder eine gestörte Entwässerung. Es kann aber auch an der Pflege oder an zu viel Deckschichtmaterial liegen. Welche Ursache vorliegt, zeigt die Untersuchung vor Ort.
Lohnt sich eine Sanierung oder ist ein Neubau nötig?
Wenn Tragschicht und Entwässerung intakt sind, reicht oft eine Erneuerung der oberen Schichten. Eine Zustandsbewertung klärt, welche Variante wirtschaftlich ist.